Liebe Bürgerinnen und Bürger,

der Kohleausstieg in Deutschland naht. Damit wird auch der Betrieb des Kohlekraftwerks in Walheim nach über 60 Jahren bald Geschichte werden.
Für die Zeit danach plant das Energieunternehmen EnBW neben dem bestehenden und voraussichtlich bald stillgelegten Kohlekraftwerk und der Gasturbine eine Mono-Klärschlamm- und -verbrennungsanlage (KVA) in Walheim. Dies in unmittelbarer Nähe von dichter Wohnbebauung – nur ca. 300 m entfernt.
 
Der Walheimer Gemeinderat hat schon vor Jahren entschieden, in Zukunft auf den Bau von weiteren Industrieansiedlungen im Neckartal zu verzichten. Dies wurde 1973 in einer Vereinbarung im Zusammenhang mit der Gründung des Zweckverbandes für das Industriegebiet Besigheim auf der Ottmarsheimer Höhe festgeschrieben.
 
Im Juni letzten Jahres (2021) hat der Gemeinderat in Walheim den Bau einer KVA auf dem Kraftwerkgelände mit 8 Ja- und 2 Neinstimmen abgelehnt und die EnBW aufgefordert, im Dialog mit der Gemeinde für das freiwerdende Areal „eine Nutzung zu entwickeln, die im engen Neckartal den Belangen von Mensch und Umwelt gerecht wird.“ Auch die Gemeinderäte der umliegenden Gemeinden Gemmrigheim und Kirchheim am Neckar sowie der Stadt Besigheim haben mit Beschlüssen gegen die EnBW-Pläne einer KVA gestimmt.

Eine KVA am Standort Walheim verschlechtert die Wohn- und Lebensqualität für alle Bürgerinnen und Bürger jetzt und für kommende Generationen im Neckartal!

Wir fordern

  • dass die Gemeinde Walheim sich an die Vereinbarung bei der Gründung des Zweckverbandes Industriegebiet Besigheim aus dem Jahr 1973 hält und keine weiteren Industrieansiedlungen im engen Neckartal zulässt.
  • dass der Gemeinderat Walheim entsprechend seinem Beschluss im Dialog mit der EnBW für das freiwerdende Kraftwerkareal eine Nutzung anstrebt, „die im engen Neckartal den Belangen von Mensch und Umwelt gerecht wird.“
  • dass der Gemeinderat Walheim wie auch die Gemeinderäte der anderen von der geplanten KVA betroffenen Gemeinden in gegenseitiger Wertschätzung und Rücksichtnahme auf eventuelle finanzielle Vorteile durch die geplante Ansiedlung einer neuen Industrieanlage verzichten und damit ihrer Verantwortung im Sinne der oben genannten Ausführungen gerecht werden.

Unsere Vision

Die nachhaltige Umgestaltung 
des Kraftwerksgeländes und des Uferbereichs entlang des Neckars